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Zelte – Auch unterwegs ein Dach über dem Kopf haben

 

Hilleberg Saitaris im Schnee

Hilleberg Saitaris im Schnee

In ultraleichten Blogs wird in der Regel recht selten über Zelte gesprochen, weil sie in der Regel einfach zu schwer für ultraleichte Touren sind.

Ganz zu recht kann man sich jetzt aber zwei Dinge fragen:

1.)Was heißt eigentlich zu schwer?

2.)Wann liegt eine/keine ultraleichte Tour vor?

Und irgendwie muss man diese beiden Fragen auch zusammen beantworten, weil sonst was schief geht. Schaut man nur aufs Gewicht, dann ist ein ultraleichtes Tarp (wie z.B. die hervorragende Laufbursche monoLoge) einem 1-Personenzelt wie dem Hilleberg Akto gewichtstechnisch überlegen. Auf der anderen Seite steht und fällt die Entscheidung nach dem richtigen Zelt oder dem richtigen Tarp ganz sicher mit der Art der Tour. Gerade bei stürmisch nassen Gefilden kann man mit einem Tarp schnell an seine Grenzen geraten. Hingegen brauch man das Zelt definitiv im Spätfrühjahr in Südkalifornien selbst dann nicht, wenn man sich in der tiefsten Wildnis befindet.

Ein 1500 Gramm schweres 1-Personenzelt kann u.U. bei einer klimatisch anspruchsvollen Tour durchaus noch eine sehr leicht Lösung sein, während das auf dem Papier noch leichtere Tarp einfach ein Schuß ins Knie wäre. Der Schlüssel zum Erfolg liegt bei der Wahl des richtigen Zeltes oder Tarps in der Erfahrung des Nutzers.

Nur wer Stärken und Schwächen von leichten wie schweren Produkten kennengelernt hat, kann sicher entscheiden, was er auf Tour braucht oder nicht.

Leider trauen sich eine Menge Leute nicht Erfahrungen zu sammeln und bauen auf die Leistungsfähigkeit schwerer Produkte, dabei ist das Ausprobieren gerade beim Zelt/Tarp eine recht einfache Sache.

Wege zu weniger Gewicht

Der schnelle kostenlose Weg zu Gewichtsersparnis führt über das einfache Weglassen des Innenzeltes. Gerade in der Nebensaison (Frühjahr und Herbst) sind Insekten in der Regel kein Problem und eine leichte Bodenplane (z.B. eine Malerfolie) ist deutlich leichter als ein Innenzelt. Durch das Weglassen des Innenzeltes wird das Raumangebot noch üppiger und man hat deutlich mehr Platz als vorher.

Der zweite Weg führt über die Nutzung größerer Tarps, die nicht viel kosten müssen und leicht sind. Bei 3x3m wiegt ein günstiges Tarp um die 600 Gramm und bietet viel viel Platz für 2 Personen und Ausrüstung. Zudem kann man es natürlich auf Touren wo Gewicht keinerlei Rolle spielt als Riesenvorzelt benutzen. Probieren kann man beide Möglichkeiten erst einmal zu Hause, gerne auch im Garten, wo man für den Fall der Fälle Rückzugsmöglichkeiten hat. Auch kleine Wochenendtouren in heimischen Gefilden bei absehbarem Wetter sind ein gutes Testfeld.

Welchen Weg seid Ihr auf dem Weg zu einem leichteren Dach über den Kopf gegangen?

Bin auf Eure Antworten gespannt

 

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Comments

  1. Denni März 6, 2012

    Ich nutze gerne Tarptents oder Tarpsysteme mit Nest. So bin ich sicher vor Insekten und spare trotzdem eine Menge Gewicht. Für mich vereine ich so die Vorteile von Tarp und Zelt, sodass es ein gesundes Mittelmaß ergibt.

  2. Steinwälzer März 7, 2012

    Für mich war die Lösung ein Tarptent. Relativ leicht im Vergleich zum echten Zelt, aber doch noch mit vielen Vorteilen eines Zeltes wie Insektenschutz und Bodenwanne.
    Irgendwann will ich mich auch mal an ein Tarp wagen, aber soweit bin ich noch nicht ;)

  3. Basti März 7, 2012

    Mein Weg zu einem Dach über dem Kopf erstreckt sich mittlerweile über 25 Jahre! In dieser Zeit hab ich so einiges hinter mich gebracht.
    Über das klassische Campingplatz-2-Personen-Kuppelzelt, über alte Firstzelte mit Baumwollplane, Pfadfinder Kohten, Kiloschweren Geodäten, “Notunterkünften” aus Ästen, “Dackelgaragen”, Schneehöhlen, wasserdichten Biwaksäcken, Tarptents, modularen Zeltsystemen, großen und kleinen Tarps, Hängematten, etc.
    Mein bisheriger Favorit für fast alle Touren ist zur Zeit ein modulares System wie das ShangriLa 2 von GoLite. Platz für 2 Personen (bin ja in der Regel mit meiner Frau auf Tour), sehr sturmstabil, schnell aufzubauen, leicht und durch ein optionales Innenzelt bei Bedarf auch Insektensicher. Hat uns selbst während 4 Wochen Island nicht im Stich gelassen. Wenn’s etwas geräumter sein darf kommt unsere Laufbursche Lavvu mit!

    Auf kurzen Solotouren reicht mir dann auch schon mal ein Poncho-tarp mit einem winddichten Biwaksack als Ergänzung.

  4. Stephan März 13, 2012

    Wir sind seit 2 Jahren beim MSR Hubba Hubba HP.
    Ich könnte mir auch durchaus etwas mehr tarpiges vorstellen, aber da spielt meine Frau momentan noch nicht mit (“Ich will was von allen Seiten um mich rum!”). Und da ist das HP mit unter 2 kg gar nicht so übel. Ist zwar nicht sooo das Raumwunder, aber für zwei Personen mit Gepäck (hatte bisher noch keine Sintflut, so dass ich das Gepäck nicht in den Apiden lassen konnte) reicht es gerade. Lässt sich in Windeseile aufstellen, bei Schönwetter auch nur das Innenzelt, und braucht wenig Stellfläche.

  5. admin März 27, 2012

    Danke für den Beitrag Stephan,

    ich hab den erst jetzt freigeben können, weil WordPress Dich als Spam eingestuft hat.

    Sowas! Aber zum Glück schau ich den Spam auch ihn und wieder durch.

    Wenn Du das Innenzelt beim HP wegläßt, dann wird das auch nochmal leichter :-)

    CU

    Carsten

  6. Andreas November 21, 2012

    Ich bin seit ein paar Monaten erst Besitzer eines Jack Wolfskin Gossamer. Oft bin ich noch nicht dazu gekommen, es zu nutzen, aber es hat seine ersten leichteren Bewährungsproben schon hinter sich. Gewicht und Packmaß sind ok, auch wenn sie natürlich mit einem Tarp nicht mithalten können. Und auch in punkto Preis wollte ich erstmal nicht in die Vollen gehen, da ich eher selten allein unterwegs bin und dann auch draußen übernachte. Daher für mich vorerst eine sehr ordentliche Lösung.

  7. admin November 27, 2012

    Hi Andreas,

    das Gossamer von JW ist in meinen Augen auch mit seinen 99 Euro bei 1500 Gramm Minimalgewicht ein ganz schön schweres Teil mit wenig Platzangebot.

    Das ist sicher wieder so eine Pilosophiefrage, aber mit einem günstigen Sil-Nylon Tarp mit 3x3m und 50 Euro und einem
    Moskitonetz landest Du sicher günstiger/gleichgünstig bei weniger Gewicht und mehr Platz.

    CU

    Carsten

  8. Sarah Januar 3, 2013

    Ja das liebe gewicht, also ich hatte ein MSR Hubba ausgewählt für mein ersten solo Zelt und das mit allem andern was dann zuheftig für mich auf meinem ersten trip.
    Hab dann Rucksack, Zelt usw gewechselt und hab mit ein Tarptent besorgt und ich muss sagen schneller aufgebaut wie der MSR und auch besser geeignet wenn es mal regnet. Wäre sonst auch eine idee, meins wiegt gerade mal 700g und es gibt Tarptent für 2 personen die wiegen keine 1000g.

    grüsse

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