Nov
20
2009
0

Te Arararoa – 3000km Trail in Neuseeland

Thruhiking und Long-Distance-Hiking sind stehende Begriffe in der englischsprachigen Outdoorwelt und jeder weiß gleich, dass es sich dabei um längere Aufenthalte mit Zelt, Rucksack, Schlafsack und übriger Ausrüstung in der Wildnis handelt.

Mir ist noch keine ordentliche deutsche Übersetzung bekannt, die trifft, was Leute wie ich oder meine neue Freundin machen. Das Überwinden großer Distanzen mit kompletter Ausrüstung auf Wildnistrails in den USA, Europa oder wie diesmal Neuseeland. Wer da nen guten Begriff hat, darf sich gerne melden.

Er ist noch nicht ganz fertiggestellt, aber auf kurz oder lang wird der Te Arararoa 3000km vom südlichen Ende der Südinsel bis zum nördlichen Ende der Nordinsel lang sein.

Mit 10 Wochen Zeit hat sich Katrin vorgenommen die ca. 1300km auf der Südinsel zu laufen. Mehr Zeit war nicht drin und sie musste sich für eine der beiden Inseln entscheiden. Die Südinsel wurde gewählt, weil sie wilder und alpiner ist.

Man findet noch nicht übermässig viel zum Te Arararoa im Netz, allerdings gibts schon ein paar sehr gute Anlaufstellen:

Justin Lichter z.B., ein Bekannter Thruhiker aus den USA, war 2007 auf dem Te Araroa unterwegs und hat sogar einen digitalen Kartensatz für den Trail erstellt. Sehr praktisch zur Planung. Gegen Zahlung des Portos schickt Trauma, so Justins Trailname, einem die CD mit den Karten zu. Danke an dieser Stelle. Zusammen mit den Karten hat Justin auch Informationen zu Resupply-Möglichkeiten zusammengestellt.

Auch die offizielle Trailseite hilft natürlich, da auch hier Links zu Reiseberichten zu finden sind sowie Übersichtskarten. Einen Reiseführer zum Trail haben wir hingegen noch nicht gefunden.

Katrin war bis dato noch nicht mit richtig leichter Ausrüstung unterwegs und strahlte ganz schön als der komplette Rucksack auf der Gepäckwaage von Emirates dann nur 9,4 kg mitbrachte. Mit auf die Reise ging ein Golite Pinnacle, eine Thermarest Neo Air short, ein Integral Designs Silshelter inclusive Gossamer Gear Bug Canopy net sowie Tyvek Bodenplane und nach Absprache mit ein paar Neuseeländern ein Mountain Equipment Glacier 750.

Ansonsten möchten wir noch auf eine schöne Aktion aufmerksam machen:

Muss nämlich nicht sein, dass Menschen in Deutschland erfrieren, denke ich.

Bis bald

Euer Carsten

Written by admin in: Allgemeines |
Nov
08
2009
1

Appalachian Trail – 100 mile wilderness

Hallo zusammen,

überschreitet man auf dem Appalachian Trail die Grenze von New Hampshire nach Maine wartet folgendes Schild auf einen.

Grenze New Hampshire nach Maine

Grenze New Hampshire nach Maine

Auch wenn man es kaum lesen kann, dort steht ” Maine, the way life should be” und genau so habe ich Maine 2004 auch kennengelernt. Jeder US-Bundestaat hat ein Motto und während mich New Hamshire getreu dem Motto “Live free or die” mit schlechtem Wetter und wenig Sicht begrüßte, sollte Maine einfach das Sahnstückchen des gesamten Trails werden.

Das südliche Maine steht gerade vom Terrain her New Hampshire in nichts nach und die schwierigste Meile des ganzen Appalachian Trails ist auch dort zu finden. Mahoosic Notch! Wer hier 1 Meile in der Stunde schafft ist schnell unterwegs und am Ende dieses Canyon darf man dann den Mahoosic Arm hochklettern, einen kleinen bei nassem Wetter extrem rutschigen Pfad.

Mahoosic Notch

Mahoosic Notch

Doch dann kommt das eigentlich Maine, das sicher auch dank der Tatsache ganz besonders ist, dass man unweigerlich dem Ende der Reise näher kommt. Und gerade wenn man mal keine 4-5 Monate Zeit für einen Thruhike hat, dann bleibt man unweigerlich an der 100-Mile-Wilderness hängen.

100 Meilen Trail von Monson zum Mount Katahdin, die wunderschön sind. Seen, Blaubeeren und Gipfelbesteigungen, die einem schon früh den Blick auf Mount Katahdin gewähren.

100 Mile Wilderness in Maine auf dem Appalachian Trail

100 Mile Wilderness in Maine auf dem Appalachian Trail

Von Monson gehts in – hüstel – natürlich nicht in 10 Tagen zum Katahdin, wenn man UL unterwegs ist und unterwegs nochmal Kraft in einer kleinen nicht allen bekannten Oase namens “White House Landing” macht. Nicht ganz günstig, aber ein Hamburger mit über 400 Gramm Fleisch und andere Anehmlichkeiten, die ja auch zu einem Urlaub gehören dürfen, machen den Stop dort dringend notwendig.

Der Transport zum und weg vom Trail ist ein bisschen ein Kampf, allerdings besteht mit ein bisschen Glück die Möglichkeit in den Diskussionsforen bei Whiteblaze oder Trailplace Mitfahrgelegenheiten zu finden. Aber auch über öffentliche Verkehrsmittel existieren.

Ich bin damals im August durch die 100 Mile Wilderness gelaufen und hatte seitdem immer den Wunsch zum Indian Summer dorthin zurückzukehren. Für alle, die es nicht kennen… Im Herbst erstrahlen die Wälder in den USA in prächtigen Herbstfarben. Ein sicherlich unvergessliches Ereignis. Für September 2010 kann ich mir sehr gut vorstellen wieder nach Neu-England zu fliegen und den schönsten Teil des Appalachian Trails diesmal nicht als Thru-Hiker, sondern genussvoll als Section Hiker zu laufen.

Als Laufrichtung käme dann ungewohnterweise mal von Nord nach Süd in Betracht. Der Grund hierfür ist ziemlich einfach. Man endet in Monsons wo man bei Shaws den Trail oppulent ausklingen lassen kann. Der frühere Besitzer ist zwar leider gestorben, sollten die neuen Besitzer den Laden aber traditionell fortführen, so wartet das wahrscheinlich reichhaltigste Frühstück Eures Lebens auf Euch (wenn man nicht zufällig mal in der Timberline Lodge war). Es wird in Runden geordert. Bestellt man eine Runde bekommt man:

1 Ei, 1 Pfannkuchen, 1 große Scheibe Schinken, 1 Scheibe Bacon und 1 Portion Home Fries (Bratkartoffeln)

Man kann aber auch 7 Rounds ordern und danach platzen :-)

Da mich die Anfragen zum Appalachian Trail ein bisschen überschwemmen, werde ich in den nächsten Wochen auch nochmal einen genaueren Blick auf für den Trail optimale Ausrüstung werfen und hier zur Diskussion stellen.

Bis bald

Euer Carsten

Written by admin in: Allgemeines |
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