Jul
26
2010
5

Inov8 Roclite 288 GTX – Der leichteste wasserdichte Wanderstiefel

Inov8 Roclite 288 GTX

Inov8 Roclite 288 GTX

Interessante Schuhe für ultraleichtes Trekking sind oft noch Mangelware in deutschen Fachgeschäften. Glücklicherweise gibt es ja das Internet und ein paar Läden, die sich dann auch mal etwas exotischere Schuhe reinnehmen.

Dennis, der den Thunderbird-Blog betreibt, arbeitet “nebenbei” bei einem dieser Läden (Bergfreunde.de) und hat mir einen Inov8 Roclite 288 GTX zum Testen organisiert. Vielen Dank an dieser Stelle.

Eines der Markenzeichen von Inov8-Schuhen ist das grobstollige Profil, das auch bei matschigen Verhältnissen keine Fragen offen lassen soll. Das Allgäu, welches ich mein zu Hause nennen darf, wird hierfür in den nächsten Wochen einen guten Testboden liefern können.

Inov8 Rolite 288 GTX

Inov8 Rolite 288 GTX

Das Profil in Verbindung mit einer ziemlich puristischen Dämmung des Schuhs führt zum einem sehr direkten Laufgefühl. Der Fuß muss zwangsläufig mehr arbeiten, was zu Beginn der Nutzung wie auch beim Barfußlaufen oder laufen mit Vibram Five Fingers zu schnellerer Ermüdung führt.

In Größe UK 9 wiegt der Treter nicht die 288 Gramm, die sich auf die Größe UK 8 bezieht, sondern 326 Gramm.

Nichtsdestotrotz fühlt es sich an als hätte man fast nichts am Fuß. Super leicht und schwerelos.

Allerdings fällt der Roclite größer aus als mein Flyroc, was aber bei mir paßformtechnisch gerade noch geht. Im Vorderfußbereich ist viel Platz. Schmale Füße werden hier wenig Freude haben, weil man im vorderen Bereich auch schlechter mit der Schnürung gegensteuern kann, weil diese früher aufhört als bei normalen Trailrunnern.

Auf dem Bild kommt das ganz gut raus denke ich.

Ich bin gespannt, was der Schuh in den nächsten Tagen und Wochen mitmacht und wir dürfen uns auf interessante Vorher-Nachher-Bilder freuen :-)

Abschließend kann ich schon sagen, dass der mit Stiefeln verbundene Knöchelhalt beim Roclite 288 nicht gegeben ist. Wer schwache Bänder hat und wenig trittsicher ist, sollte zu etwas festerem greifen. Für mich ist das Konzept des Schuhs allerdings gut. Ich benötige keinen Knöchelhalt, sondern primär einen Knöchelschutz. Ein freistehender Knöchel wie bei normalen Trailrunnern kann hin und wieder ganz schön wehtun, wenn man mal wegrutscht und ein Stein oder Wurzel den exponierten Knöchel mitnimmt.

Bis dann

Carsten

Written by admin in: Ausrüstung |
Jul
14
2010
2

Trekking leicht gemacht – Nächster Kurs im September

Am Wochenende vom 09.-11.07.2010 fand der meines Wissens nach erste Trekkingkurs Deutschlands mit dem Thema “Leichte Ausrüstung” statt.

Ziel war es den aus der ganzen Bundesrepublik, Österreich und der Schweiz angereisten Teilnehmern zu ermöglichen in Zukunft mit weniger Gewicht auf Ihren Trekkingtouren unterwegs sein zu können.

Dank Test-Rucksäcken und Test-Zelten der Firma Golite sowie Isomatten und Kochern aus meinem eigenen Fundus, konnten die Teilnehmer nicht nur theoretisch, sondern praktisch vor Ort erleben, das leichte Ausrüstung mehr Spaß macht.

Bei Tagestemperaturen um die 35 Grad wären traditionelle Trekkinglasten von über 15kg auch wirklich kein Spaß gewesen.

Der Termin für den nächsten Kurs steht mit dem 24.-26. September auch schon fest und ich freue mich auf neue Teilnehmer.

Bis bald

Carsten

Written by admin in: Allgemeines |
Jun
14
2010
2

Fastpacking.de landet im Outdoor Magazin

Hallo zusammen,

in einem Gespräch mit Ausrüstungsredakteur Frank Wacker vom Outdoor Magazin flutschte es mir dann raus. “Frank? Sind das jetzt meine 15 Minuten Ruhm?” “Wahrscheinlich!”, meinte Frank mit einem Grinsen auf dem Gesicht.

Ungefähr seit einem 3/4tel Jahr habe ich mich mit Frank darüber unterhalten, dass im Outdoor Magazin das Thema ultraleichte Ausrüstung doch auch Platz finden könnte. Und endlich ist es soweit :-)

In der aktuellen Ausgabe findet sich nun ein großer Artikel zu leichtgewichtiger Ausrüstung. Dazu hat sich Frank zusammen mit Roman alias Lighthiker und mir in München getroffen, um die notwendigen Fotos zu schießen und fachzusimpeln.

Das Ergebnis läßt sich sehen und ich hoffe es gefällt nicht nur mir, sondern Euch auch. Neben dem tollen Artikel im Outdoor Magazin, bin ich auch von Dennis vom Trail Magazin (S.92 ff.) interviewed worden.

Und bei all dem Interesse um das Thema leichtgewichtiger Ausrüstung beim Trekken und Weitwandern möchte ich nochmal auf den im Juli und September stattfindenden Kurs “Trekking leicht gemacht” hinweisen.

Kurzfristig sind für den Kurs im Juli NOCH 2 PLÄTZE FREI.

Im schönen Allgäu werden wir beim Workshop mit Testmaterial in Theorie und Praxis erlben wieviel Spaß ultraleichte Ausrüstung macht und wie man sie auf Trekkingtouren jeder Art einsetzen kann.

Written by admin in: Allgemeines |
Jun
03
2010
10

TGO 2010 – Quer durch Schottland – Teil 1

Etwas für mich lange undenkbares ist passiert. Ich habe eine Tour abgebrochen. Aber eines nach dem anderen. Ich hatte mich schon recht früh für die TGO Challenge angemeldet. Das ist so ein Event, das dem Fjäll Räven Classic ähnelt und doch in vielen Bereichen etwas anders ist. Grundidee ist, dass über 350 Leute von der Westküste Schottlands an die Ostküste Schottlands laufen. Da an 12 verschiedenen Punkten gestartet wird und man dann die Tour in Montrose beendet, bietet die Tour neben schottischer Wildnis auch eine Menge zwischenmenschlicher Kontakte.

Die Anreise

Mit einem Billigflieger ging es nach Edingburgh, wobei Glasgow auch eine gute Startadresse gewesen wäre. Irgendwie kam ich aber nicht auf die Idee nach Glasgow zu fliegen und von Edingburgh zurückzufliegen. Von Edingburgh aus ging es mit dem Zug nach Glasgow und von dort weiter nach Oban wo ich eine nacht in der Jugendherberge gebucht hatte. Möchte man Geld sparen, sollte man den Bus dem Zug vorziehen, da der Bus in der Regel deutlich günstiger ist.

Tag 1 41km


Ich bin zwar ein Frühaufsteher, aber das hilft ja nichts, wenn man noch seinen Resupply einkaufen muss und auch noch eine Gaskartusche für den Kocher her muss. So komme ich also erst kurz nach 10 los und trabe relativ zügig auf einem asphaltierten Radweg durch die Landschaft nach Taynuilt. Wie auch in Irland werden die grünbewachsenen Hügel immer wieder durch gelbblühenden Ginster aufgelockert. Mag ich einfach, sieht toll aus. In Taynuilt nehme ich ein Sandwich und einen Orangensaft aus dem örtlichen Tante-Emma-Laden zu mir. Solche Läden haben hier in Schottland zum einen immer recht lange geöffnet und das sogar am Sonntag, was logistisch natürlich sensationell ist.

Von Taynuilt gehts dann auf schönen Wegen entlang des Loch Etive bevor ich Richtung Osten abbiege und den Glen Kinglas entlanglaufe. Hier vertue ich mich navigatorisch etwas. Ich verlaufe mich zwar nicht, achte aber weder auf Zeit noch Geschwindigkeit, was sicher auch am einsetzenden Regen liegt und stelle irgendwann als mir die Füße anfangen weh zu tun erstaunt fest, dass ich ganz schön weit gekommen bin. Ungefähr 2km nach der Kinglass Lodge stelle ich das Tarp im Regen auf und mache es mir gemütlich. Ich bin zu müde zum Kochen und begnüge mich mit einer Dose Thunfisch und einem Oatsnack.

Tag 2 28km


Gorton Bothie ist mein heutiges Ziel. wobei ich schon beim Aufstehen wieder damit rechne, dass ich wahrscheinlich weiter laufen werde. Der feste Rahmen, den die TGO Challenge vorgibt, ist ungewohnt für mich. Schon in der Planung war es für mich nicht einfach genau festzulegen wieweit ich jeden Tag laufen würde und wo ich genau schlafen wollte. Aber genau das ist bei der TGO vorgesehen. Ich entschließe mich dagegen und werde nur die vorgesehen Phone-Ins einhalten. Das sind Ort von denen man sich telefonisch meldet und durchgibt, das alles in Ordnung ist. Der Altersschnitt liegt bei der TGO erstaulicherweise stramm über 50. Mit meinen 35 Jahren bin ich einer der 7 Teilnehmer (unter über 300 Teilnehmern), der unter 40 ist.

Ich laufe am Loch Dorchard vorbei zur Victoria Bridge am Loch Tulla. Dabei überhole ich ein Gruppe von ungefähr 10 TGOlern, die recht spät erst Ihre Zelte abbauen. So ist das halt mit mir. Ich schlafe unter einem weißen Tarp und bin somit der Natur sehr nahe. Mit Aufgang der Sonne erwacht das Leben und auch ich kann nicht mehr so recht schlafen. Die Sonne geht um 5.30 Uhr auf und verschwindet gegen 21.45 Uhr. Ne Menge Tageslicht um die Natur zu erleben und Meilen zu machen.

Am Loch Tulla entlang gehts in die Hügel und nach einiger Zeit finde ich das Gorton Bothie. Bothies sind Bergschutzhütten, die offen zugänglich sind und von einer eherenamtlichen Organisation in Schuß gehalten werden. Gerade bei Wetterstürzen können einem diese Hütten schon mal das Leben retten. Ich habe allerdings Glück, das Wetter wird besser und im Windschatten der Hütte sitze ich in der Sonne, wärme mich auf und mach mir was zu essen. Ich bleib nicht hier, sondern werde noch weiter laufen.

Mir fehlt eine Karte! Bzw. fehlen mir 4km zwischen der einen und der anderen Karte. Wahrscheinlich habe ich sie deswegen nicht gekauft. Während ich mich noch frage, was ich denn jetzt am besten mache, kommen zwei etwas jüngere TGOler an die Hütte. Mein Rucksack wird argwöhnisch betrachtet aber wir unterhalten uns ganz nett. Ich soll einfach den Strommasten parallel der Bahnlinie folgen, dass würde ich in den Rannoch Forest kommen und auf den Weg treffen, den ich laufen will. Gesagt getan.

Kotz! Aber was motze ich? Man kann schöne Trails ja auch nur schätzen, wenn man mal einen schlechten gelaufen ist. Offiziell verläuft hier zwar ein Weg, allerdings ist dieser nicht sichtbar und zieht sich durch ein sumpf, torfiges Terrain mit Bombenkratern und kleinen Bachläufen ohne Ende. Ich bin froh, dass mein Rucksack so leicht ist und ich über viele Hindernisse einfach drüberhüpfen kann. Mit einem herkömmlichen Trekkingrucksack wäre das deutlich schwieriger gewesen. Nach diesem Abschnitt bin ich allerdings müde und meine Füße Brei. Irgendwie hab ich auch das Gefühl, dass meine Borah DLX von Mammut doch nicht mehr so gut sind wie gedacht. Eigentlich wollte ich sie nach der Nordkalottleden-Tour in Pension schicken, dachte aber, dass sie nach der hervorragenden Leistung in Lappland noch eine kurze Schottlandtour mitmachen würden. Pustekuchen wie sich später zeigen würde.

Der Rannoch Forrest ist extrem dicht und es dauert eine ganze Weile bis ich einen Campplatz finde. Direkt nach einer Furt schlage ich mein Tarp auf und köchel mir was. Sanft auf das Tarp aufschlagender Regen wiegt mich in den Schlaf.

Tag 3 32km



Kein Bock mehr. Wow…irgendwas stimmt nicht mit mir. Gut, mir tun echt die Füße weh und das linke Sprunggelenk war auch schon mal besser, aber ich hab einfach keinen Bock mehr. Weiß nicht, was ich hier mache und warum ich die ganze Zeit alleine durch die Gegend latsche. Da kann was nicht stimmen. Ich bin etliche Touren alleine gegangen. In den USA hab ich fast alle Touren solo gemacht und auch wenn ich dort oft andere Hiker getroffen habe, war es relativ normal und absolut OK auch mal eine Woche niemanden zu sehen. Diesmal ist es anders. Ich hab ne Krise.

Darf man das mit 35 sagen, dass man seine Freundin vermißt und lieber zu Hause wäre als auf einem Trail? Ich hader mit mir selbst und lauf erst mal los. Als ich wieder Empfang aufm Handy habe rufe ich zu Hause an. Tat mir gut und ich entscheide nach dem Gespräch die Tour schnell durchzuziehen und früher heimzufliegen. Ich bin ohnehin schneller als geplant und wenn ich einfach so weiterschiebe ist das kein Problem. Ich würde zwar die TGO-Abschluß-Veranstaltung verpassen, aber das macht ja nichts.

Aus dem Wald raus gehts am Loch Rannoch entlang und hier fällt mir auf, dass ein Fahrrad manchmal nicht schlecht wäre. Ich hab keins und so trab ich weiter nach Kinloch Rannoch. Im dortigen Laden erfahre ich wieder eine dieser Wetter-Weisheiten. Sie hat mit dem in der näheligenden Munro Schiehallion zu tun. Kannst Du den 1083m hohen Berg sehen, dann gibt es schlechtes Wetter, knnst Du ihn nicht sehen, dann ist das Wetter schon schlecht :-)

Die Etappe heute ist irgendwie nur eine Überführungsetappe. Erst ab Blair Atholl wirds wieder spannender und so entscheide ich mich für einen schnellen Road Walk nach Tummel Bridge. Hier snacke ich ein bisschen im Laden des Campingplatzes, der wie in den USA auch Trailer also festinstallierte Wohnwagen zum Übernachten anbietet. Ich rufe zu Hause an und buche tatsächlich einen früheren Flug nach Hause. Ich bin von den Kilometern her auf Kurs, kann die Tour rechtzeitig fertig laufen und trotzdem früher heimfliegen, oder? Bestimmt!

Kurz nach Tummel Bridge verlasse ich die Straße. Mein linkes Sprunggelenk mag nicht mehr. Ich stelle erstaunt fest, dass ich barfuß deutlich weniger Probleme habe und lasse die Schuhe solange aus, bis ich wieder in ein Waldstück komme und der Untergrund unangenehmer wird. Die Tatsache, dass ich barfuß kaum Probleme habe spricht dafür, dass die Dämpfung des Borah nach ca. 1200 km einfach durch ist. Ich brauch definitiv nen neuen Schuh und hoffe in Braemar einen zu bekommen. Bis nach Blair Atholl tragen mich meine Füße heute nicht mehr, obwohl noch genügend Tageslicht vorhanden ist. Ich beschliesse in einem lichten Waldstück nur wenige Kilometer von dem Ort entfernt mein Lager aufzuschlagen und zum Frühstück nach Blair Atholl reinzutraben.

Tag 4 34km

Gesagt getan. Nach einer trockenen Nacht laufe ich über Wiesen voller Schafe nach Blair Atholl. Leider sprechen mich die einzigen zwei Möglichkeiten ein Frühstück serviert zu bekommen überhaupt nicht an und so hol ich mir im Ortsladen eben ein paar Goodies und Verpflegung für die nächste Etappe. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit meinem legendären Trail Machiato trabe ich weiter. Heute steht eine Super-Etappe an mit landschaftlich reizvollen Ausblocken noch und nöcher.

Den Glen Tilt hoch bis zu den Falls of Tarf. Zu meiner Linken liegen einige Munros, die man bei guten Verhältnissen sicher an einem Tag abhaken könnte. Aber ich bin kein Munro Bagger und so trabe ich gemütlich weiter. Nach den Falls of Tarf wird der Trail schmaler, das Gelände wilder und ich fühle mich nach Lapplamd versetzt. Eine tolle hochebene mit Blick auf den Cairngorms Nationalpark. Dort liegt noch ne Menge Schnee. Ein Blick auf die Karte erinnert mich an den Sarek Nationalpark und Vergleich der Schottlandkarte mit der Fjällkarte BD10 würde sicherlich Parallelen zum Vorschein bringen.

Ich laufe weiter bis White Bridge und entscheide mich wieder einmal gegen das Weiterlaufen, weil meine Füße nicht mehr wollen und man zum Frühstück immer zur richtigen Zeit in einer Ortschaft ist :-)

Diesmal habe ich sogar den Luxus nicht das Tarp aufbauen zu müssen. Ein windgeschützter Unterstand für Kühe mit grasbewachsenem Dach ist mein Lager für heute Nacht und ich verbringe den Abend mit dem Genuß von Tüttensuppen, Kaffee und Oatsnacks. Die Sonne kommt raus und dank meines Windschutzes genieße ich die Landschaft und habe Zeit nachzudenken.

Tag 5 15km

Nach einer gemütlichen Nacht im Kuh-Unterstand gibts erst einmal einen Kaffee und einen Oatsnack. Der Plan ist ohnhin schnell die 15km nach Braemar reinzutraben und dort ein traditionelles schottisches Frühstück zu mir zu nehmen. Nach nur wenigen Kilometern Trail komme ich auf die Straße, die nach Braemar führt. Die Kilometer fliegen dahin und ich muss sogar noch 15 Minuten warten bevor das erste Caffee mit traditionellem schottischen Frühstück öffnet und ich mir den Bauch vollschlagen kann.

Danach gehts ab in die Jugendherberge. Dusche, Wäsche waschen und dann ab in die Stadt. Dort gibts einen wirklich guten Outdoorladen und ich entscheide mich recht schnell für den Patagonia Finn, einen sogenannten “Approach-” oder auch “Zustiegsschuh”. Sau bequem, aber ich merke trotzdem, dass ich meinen Füßen in Zusammenarbeit mit einem runtergerittenen Schuh auf dieser Tour zuviel zugemutet habe. Ich fachsimpel noch ein bisschen mit dem Ladenpersonal und mach mich mit ein paar Einkäufen vom Dorfladen zurück in die Jugendherbeufrge, um mir dort in der Selbstversorgerküche was zu brutzeln.

Ich geniesse die Zeit in der Jugendherberge mit Outdoormagazinen, TV und Essen, bin aber mit der Situation immer noch nicht glücklich. Ich kann die Meilen laufen und hab auch schon deutlich heftigere Touren bei schlechterem Wetter hinter mich gebracht, aber irgendwie hab ich auf dieser Tour keinen Auftrag. Es gibt tausend Erklärungen warum mir die Tour diesmal nicht soviel Spaß macht. Ich telefoniere mit meiner Freundin und hadere am Telefon mit der Situation. Warum soll ich mir weiter die Füße platt laufen. Das hat doch keinen Zweck. Als ich offen darüber nachdenke, den Trail zu verlassen und die verbleibenden Tage ein Tourist in Edingburgh zu sein fragt meine Freundin, ob Sie dann für das Wochenende nach Schottlnad kommen soll. Gemeinsamer Städteurlaub? Ich sage sofort zu. Der Trail ist gestorben.

FAZIT

Nach insgesamt 150km in 5 Tagen, breche ich ein bisschen niedergeschlagen aber dennoch hinter meiner Entscheidung stehend die TGO ab. Die Begründung gegenüber den Organisatoren ist nicht gelogen und lautet akute Fußprobleme. Ich habe mich in Situationen wo es nicht anders ging schon durch sowas durchgebissen. Aber ich muss nicht. Hier habe ich die Wahl und bin froh die letzten Tage bei gutem Wetter in Edingburg mit meiner Freundin zu verbringen. Ich habe gesehen welches Potential Schottland als Tourenland für mich hat. Das nächste Mal halt nicht mehr Solo, sondern mit einem/r Hikingpartner/in.

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Mai
10
2010
0

TGO Challenge Countdown – Packliste und Ausrüstungsgedanken

Hallo zusammen,

nachdem ich in letzter Zeit beruflich wie privat ziemlich eingebunden war, ist sowohl die Vorbereitung für die TGO Challenge als auch der Blog etwas liegengeblieben.

Gepackter Rucksack für die große Tour

Der im Bild sichtbare Rucksack war mein Wegbegleiter auf dem PCT und ist im Bild mit Lebensmitteln für 10 Tage beladen. Alpines Gelände, Schneefelder und Schwarzbären waren die Gefahren, die dort auf mich lauerten. (weiterlesen…)

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Mai
01
2010
12

Marmot Super Mica – Ultraleichte Jacke mit allem drum und dran

Meine günstige Mountain Hardwear Epic Jacket habe ich 2008 nach dem Pacific Crest Trailk bei Freunden in den USA vergessen, die DriDucks von 2008  waren geschrottet und so bin ich die ganzte Zeit mit einer verhältnismässig schweren Arcteryx Sirrus SL unterwegs gewesen, die 382 Gramm wiegt und mittlerweile auch 6 Jahre alt ist.

Ultraleichte gut ausgestattete Regenjacke

Marmot Super Mica

Die Welt dreht sich weiter und für die TGO Challenge in Schottland wollte ich endlich mal eine neue Jacke. In der Blogosphäre geistern gerade eine ganze Menge ultraleichter Jacken herum. Der Rab Demand Pullon z.B., der seine Dienste bei Barleybreeder und Theotherface leistet. (weiterlesen…)

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Apr
27
2010
3

Blogparade – Meine Outdoor To-do-Liste

Hallo zusammen,

ich folge dem Aufruf von Blogger-Kollege Sven (Das Freiluft Blog) und beteilige mich an der neuen Blogparade zum Thema “Eure Outdoor To-do-Liste”.

Half Gallon Challenge

Half Gallon Challenge

Meine To-Do-Liste sieht wie folgt aus:

1.)Teilnahme an der TGO Challenge

2.)Kauf eines Western Mountaineering Produktes

3.)Thruhike des Continental Divide Trails (irgendwann möchte ich Triple Crowner sein).

4.)Thruhike des Norge pa longs

5.)Outdoor Erste Hilfe Kurs

Wie vielen anderen geht es mir auch so, dass ich noch viel viel mehr auf die Liste hätte setzen können :-)

Bis bald

Carsten

Written by admin in: Allgemeines |
Apr
18
2010
6

Appalachian Trail – Packliste

5-6 Monate und 3500km sind der Zeit- und Kilometer-Rahmen, den man als Thruhiker auf dem Appalachian Trail zu bewältigen hat. Nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland wächst das Interesse an langen Trails und recht schnell stellt sich die Frage nach der richtigen Ausrüstung.

From Appalachian Trail

Eines vorweg, Weitwanderungen bzw. Thuhikes wie der Appalachian Trail stellen besondere Anforderungen an die Ausrüstung und ich empfehle jedem Wanderer auf diesen Trails sich dafür spezielle Ausrüstung zuzulegen. Die 5-6 Monate muss die Ausrüstung funktionieren und dabei robust und leicht sein, damit der Trail zu dem unvergesslichen Erlebnis wird, welches man u.U. schon Jahre geplant hat.

Die Beratung in Fachgeschäften ist in diesem Bereich leider sehr oft mangelhaft, weil das Personal aus nachvollziehbaren Gründen oft keine Weitwandererfahrung hat. Auf einer 2-wöchigen Trekkingtour kann man schon mal 20-25kg schleppen. Auf einer 5-6 monatigen Tour führt das unweigerlich zum Abbruch der Tour, weil der Körper diese Belastung auf Dauer nicht aushält.

Basierend auf aktueller Ausrüstung und für den Appalachian Trail spezifischen Anforderungen habe ich eine Packliste zusammengestellt, die zur Orientierung wie geschaffen ist. Der Fokus lag dabei auf “normaler” leichter Ausrüstung. Bei Bedarf gebe ich gerne noch Hinweise auf noch leichtere Ausrüstungsalternativen.

Die großen 4

Rucksack Golite Jam 879 Gramm
Schlafsack Golite Ultra 20 Quilt 709 Gramm
Isomatte Neo Air short 280 Gramm

Henry Shires Contrail 715 Gramm
besser wäre noch Intergral Designs Siltarp 400 Gramm plus Sea To Summit Moskito Pyramid 240 Gramm

From Appalachian Trail

Auf dem Appalachian Trail schläft man die allermeiste Zeit ohnehin in Sheltern. Für die wenigen Male, die man nicht in einem Shelter schläft, reicht das komfortabel große Tarp. Zu Beginn des Trails nimmt man nur das Tarp mit, später dann zusätzlich das Moskitonetz, welches man dann auch in den Sheltern nutzen kann. Wer immer in einem leichten Zelt schlafen möchte, nimmt das Contrail.

Bekleidung

Marmot Mica Jacket 198 Gramm

Berghaus Paclite Pant 185 Gramm

Patagonia Micro Puff Nano 260 Gramm

FleecePulli 235 Gramm

Zubehör

Fizan Compact Trekkingstöcke 320 Gramm

Ultraleichtes Erste Hilfe Set 190 Gramm

Küche
Snow Peak New Lite Max 54 Gramm
MSR Titan Kettle 118 Gramm

Die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände sind somit abgedeckt und wir landen bei 4414 Gramm. Bei einer Komfortlast von um die 12 Kilo des Rucksacks ist also noch eine Menge Gewicht frei für übrige Wechselbekleidung etc. Lebensmittel müssen auf dem Appalachian Trail lediglich 2 Mal länger getragen werden (Great Smokey Mountain National Park und 100 Mile Wilderness) und Wasser ist fast immer in Schlagweite auf dem Appalachian Trail.

From Appalachian Trail

Somit steht einer leichten Reise wirklich nichts mehr im Wege.

Bis bald

Carsten

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Mrz
28
2010
6

TGO Challenge 2010 – Thruhike von Oban nach Montrose

In Deutschland ist das von Großbrittaniens größtem Outdoor Magazin, The Great Outdoors kurz TGO, veranstaltete Trekking-Event noch wenig bekannt, aber vielleicht hilft mein Beitrag ja ein wenig das zu ändern.

Bildquelle: TGO Challenge

Bildquelle: TGO Challenge

Vom 14. bis 30. Mai werde ich zur Teilnahme an der TGO Challenge nach Schottland reisen. Anders als beim Fjäll Räven Classic in Lappland auf dem Kungsleden, ist man was Logistik und Organisation in Schottland angeht ziemlich auf sich alleine gestellt.

Von insgesamt 12 verschiedenen Punkten darf an der Westküste Schottlands gestartet werden bis man sich spätesten 2 Wochen später nach Durchquerung Schottlands an der Ostküste in Montrose trifft. Umgefähr 330 Teilnehmer werden dieses Jahr an der Challenge teilnehmen und durch die vielen Startpunkte wird die TGOsicher nicht so überlaufen sein wie das Fjäll Räven Classic.

Nach erfolgreicher Anmeldung muss man den Event Koordinatoren die Route einreichen, die man laufen möchte. Mit anderen Worten besorgt man sich Landkarten und muss ziemlich detailiert aufschreiben wo man wann langläuft. Da Schottland als Trekking-Destination ziemlich anspruchsvoll sein kann und die Anbieter keine Verletzten Teilnehmer möchten, die mit dem Helikopter aus den Bergen gerettet werden müssen, wird sowohl die Route als auch die “Qualifikation” des Teilnehmers überprüft.

Gerade die Routenplanung ist mir im Detail nicht so leiht gefallen, weil ich es nicht gewohnt bin für 14 Tage wirklich festzulegen wann ich wo bin. Meine Tageslaufleistung schwankt mit meiner Tagesform und den klimatischen Bedingungen.  So hab ich auf dem schwedischen Kungsleden schon mal 48km bei schönem Wetter rausgedrückt während ich mich an anderen Tagen auch schon mal weniger als 15 km von meinem Startpunkt wegbewegt habe.

Nach etwas hin und her haben die Koordinatoren meine Route dann durchgehen lassen.

Startend in Oban geht über den Loch Etive grob nach Kinloch Rannoch, um dann kurz den Cairngorms National Park zu kratzen und dann Richtung Südosten nach Montrose abzubiegen.

Die so zustande kommenden 260 km sind ziemlich gemütlich und lassen mir Zeit für einen Abstecher in die Cairngorms, die ich voraussichtlich im Rahmen des Ultraleicht Fortgeschrittenen Kurs im August besuchen werde.

Gerade bei Touren in Schottland glauben viele Trekker, dass man hier nicht mit leichter Ausrüstung unterwegs sein könne. Das ist so nicht richtig. Fastpacking.de wird auch in Schottland wieder ultraleichte Ausrüstung einsetzen und somit mehr Spaß durch weniger Schlepperei haben.

Die aktuelle Packliste und mehr Informationen zur Planung sowie bnötigtem Kartenmaterial online und offline gibts im nächsten Blogbeitrag.

Written by admin in: Allgemeines |
Mrz
19
2010
0

Appalachian Trail auf Phoenix

Der Film von Rainer Blank und Max von Klitzing über den Appalachain Trail, der auch schon bei NDR und bei 3 Sat lief, läuft gerade auf Phoenix.

Appalachian Trail

Appalachian Trail

Wer es heute verpaßt hat, kann das auch Samstag den 20.03.2010 ab 9.00 Uhr morgens bei Phoenix nachholen.

In dem Beitrag begleiten die beiden Filmemacher Menschen, die sich vorgenommen habe den Appalachian Trail von Anfang bis Ende zu laufen und zeigen nette kleine Episoden von Menschen, die es schaffen und Menschen, die an der großen Aufgabe scheitern.

Interessant ist wie auch beim europäischen Phänomen Jakobsweg die Tatsache, dass offensichtlich ganz normale Menschen eine so große Leistung vollbringen können. 3500km durch die amerikanische Wildnis. 14 Bundesstaaten, 3 Jahreszeiten, unzählige Begegnungen mit Menschen auf und abseites des Trails.

Gemein haben die Wanderer auf dem Appalachian Trail, dass sie den Mut gefaßt haben sich einen Traum zu verwirklichen.

Fastpacking.de bietet im Juli 2010 einen Wochenend-Workshop für Weitwanderer an, die herausfinden wollen welche Ausrüstung für solch lange Touren benötigt wird und wie man diese einsetzt. Daneben werden vielerlei Kenntnisse vermittelt, die auf Trekkingtouren jeder Art von Bedeutung sind. Als Kursleiter blicke ich auf 10.000km Erfahrung auf Trails wie dem Appalachian Trail, dem Pacific Crest Trail und dem Nordkalottleden in Lappland. Ich möchte Ihnen das Leben auf den Trails dieser Welt leichter machen und Ihnen ein Stück Mut mit auf den Weg zur Verwirklichung Ihrer Träume geben.

Bis bald

Carsten Jost in Harpers Ferry

Carsten Jost in Harpers Ferry

Carsten

Written by admin in: Allgemeines |
Sidead Sidead

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